GEBISSLOSES  REITEN


Gebissloses Reiten beschränkt sich nicht nur darauf, dass das Trensen- oder Kandaren-Gebiss aus der Trense entfernt wird.

Vielmehr muss in jeder Situation die Kontrolle übers Pferd gegeben sein, wobei ein Gebiss im Pferdemaul dafür nicht zwingend erforderlich ist und auch keine Garant dafür ist.

Die Akzeptanz auf die Einwirkung über eine gebisslose Trense ist vom Pferd aus gesehen sehr hoch. Vielmehr ist der Reiter gefordert, sich von der Hand-Einwirkung zu lösen und - wie schon im Band I  der Richtlinien zum Reiten und Fahren bechrieben - mit Gewicht(-sverlagerung), Sitz und Schenkel - dem Pferd die gewünschten Hilfen zu vermitteln.

 

Dennoch bestimmt sich die Art der gebisslosen Zäumungnach dem Pferd und dem gewünschten Ausbildungsziel.

- Kopfstücke, die mit einem Hackamore kombiniert werden // => Westernreiten

- Kopfstücke, die mittels eines gekreuzten Zügelverlaufs auf das Genick bzw. Nase des Pferdes einwirken

- Kopfstücke, die direkt und ausschließlich auf das Nasenbein einwirken, ohne Hebelwirkung auf Genick

- Reiten mit Halsring - vollständiger Verzicht auf ein Kopfstück, ggf. nur Halfter m. Führstrick (Karabiner)

 

Wichtig: Bei Zahnproblemen, Entzündungen im Pferdemaul u.ä. ist eine gebisslose Zäumung manchmal nur noch der einzige Weg.

 

Mittlerweile sind in begrenzten Umfang auch Gebisslos-Zäumungen bei klassischen Leistungsprüfungen zugelassen.

Ausnahme: Usos beim Western-Reiten. Hier sind jedoch die Längen der Ober- und Unterbäume vorgeschrieben. 

 

Guter Rat: Reiten im Gelände ohne Gebiss wird aus versicherungstechnischer Sicht nicht empfohlen. Versicherer akzeptieren  - im Schadensfall - nur die Zäumung auf eine "normale" Trense mit Gebiss-Stück.

Ausreiten mit Knotenhalfter (m/o Zügelringe) oder nur mit Halfter mag zwar cool sein, aber bedenkt:

Sollte das Pferd scheuen oder soar durchgehen und es kommt zum Schaden ( Sturz des Reiters, Sturz des Pferdes, Verkehrsunfall o.ä. - der Fantasie sind da keine Grenzen  gesetzt ! ) - seid ihr nicht versichert und müßt für den Schaden komplett selbst aufkommen.

 

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